Freitag, 8. Februar 2008

Günther Meth auch kein würdiger Nachfolger für Frau Dr. Pauli

Lügen am Politischen Aschermittwoch in Zirndorf



Zirndorf: Am 6. Februar 2008 fand in der Zirndorfer Paul Metz Halle der diesjährige Politische Aschermittwoch der mittelfränkischen SPD statt.
Prominenter Gastredner war der Bundesaußenminister und Vizekanzler Frank Walter Steinmeier (rechts).
Als zweiter Hauptredner war der Landratskandidat der SPD für den Landkreis Fürth Günther Meth (3. von links) anwesend.

Wie immer bei solchen Veranstaltungen, feiert die jeweilige Partei ihre Spitzenkanditaten und Spitzenpolitiker und sich selbst mit großem Applaus und "standing ovation" Da hört man nichts Kritisches aus dem eigenen Lager.
Dennoch gab es kritische Zuhörer, die zugleich Bürger und Wähler sind. Die kaum zu ertagende Selbstbeweihräucherung der SPD durch ihre Anhänger, veranlasste einen kritischen Wähler zu folgendem Brief an die, ebenfalls anwesende, Bundestagsabgeordnete Marlene Rupprecht

Sehr geehrte Frau Rupprecht,

am gestrigen Nachmittag zum Politischen Aschermittwoch in der Paul Metz Halle zu Zirndorf, wurden sehr oft, gerade von Herrn Günther Meth und Herrn Frank Walter Steinmeier, die Worte Gerecht und Gerechtigkeit benutzt.
Auch das Motto „Bayern, aber gerechter.“ bezog sich darauf.

…die Worte hört´ ich wohl. Jedoch mir fehlt der Glaube!

Das dies so ist, scheint mir kaum verwunderlich, denn meine Wirklichkeit sieht anders aus.

Fakt ist:

  • Im Februar 2004 wurde ich fristlos aus meinem Arbeitsverhältnis bei der Fa. Geobra Brandstätter (Playmobil) in Zirndorf gekündigt. Dem vorangegangen war eine schmutzige und bösartige Verleumdungs- und Mobbingkampagne. Der Kündigungsgrund war frei erfunden.
  • Obwohl ich Klage erhob und dies dem Arbeitsamt Fürth (unter der Leitung von Herrn Meth) bekannt war, sperrte mich dieses noch vor dem Gütetermin für drei Monate vom Leistungsbezug. Erst ein von mir finanziertes Widerspruchsverfahren schuf Abhilfe. Die Anwaltskosten für dieses Widerspruchsverfahren musste ich erst über das Sozialgericht einklagen.
  • Beim neun Monate später folgenden Kündigungsschutzverfahren wurde nur ein einziger Zeuge zugelassen. Nämlich der, durchaus von der Beklagten abhängige Vorgesetzte, welchen ich angeblich beleidigt haben soll. Dennoch gewann ich den Prozess auf Wiedereinstellung

Einzelheiten hierzu können Sie meinem ausführlichen Bericht entnehmen. Ich möchte hier auch gar nicht näher darauf eingehen.

Fakt bleibt aber weiterhin:

Ist dies, die Gerechtigkeit von der gestern gesprochen wurde? Ist dies der Kündigungsschutz, den Herr Steinmeier so vehement verteidigen will?

Mit Herrn Meth habe ich über die Arbeitnehmerfeindliche Rolle des Arbeitsamtes gesprochen. Ich habe ihn auch auf die Sperrorgien, die Arbeitslosen gerade am Anfang der Arbeitslosigkeit, den finanziellen Boden unter den Füssen wegreißen, hingewiesen. Gerade auch in meinem Fall konnte man von Sperrwillkür des Arbeitsamtes sprechen. Doch Herr Meth drückte weder Bedauern aus oder ließ sich gar zu einer Entschuldigung herab.

Bitte erklären Sie mir weshalb ich gerade den Lippenbekenntnissen des Herrn Meth, in Sachen Gerechtigkeit am Arbeitsplatz, Glauben schenken soll?

Fakt bleibt leider auch:

  • Das ich trotz intensivster Bemühungen, einer guten Ausbildung (Industriemeister Metall, SPS Fachkraft) und reicher Berufserfahrungen immer noch keinen, meiner Ausbildung entsprechenden und gerecht bezahlten Arbeitsplatz finden konnte.

Ist dies der „Aufschwung“ der angeblich bei den Menschen ankommen soll? Was nützen mir Lohn oder Rentenerhöhung wenn ich arbeitslos bleibe und ab Mai 2008 keinerlei Einkommen mehr habe?

Vielmehr wird es dann in der geschönten Arbeitslosenstatistik einen Arbeitslosen weniger geben. Denn wenn ich ab Mai 2008 von meinem (für das Alter) gesparten Geld leben muss, in welcher Statistik werde ich dann geführt? Wirklich ein „toller Erfolg“. So wird das heutige Problem auf die morgige Altersarmut verschoben. Dies soll dann keine schwere Hypothek für unsere Kinder sein!? Großartige Logik!

Anstatt die Verursacher einer solchen Dauerarbeitslosigkeit, hervorgerufen durch bösartiger psychischer Gewalt am Arbeitsplatz, nach dem Verursacherprinzip, zur Verantwortung zu ziehen, werden die Opfer dieser Gewalt mehr und mehr unter Druck gesetzt.

Solange gewissenlosen Anwälten, wie Herrn Naujoks nicht gründlich das Handwerk gelegt wird, gibt es in Deutschland faktisch keinen Kündigungsschutz und somit keine Gerechtigkeit am Arbeitsplatz mehr.

Ihnen, Frau Rupprecht, liegt mein ausführlicher Bericht mit dem Titel „Abgründe im Playmobland“ oder „Chronologie einer Mobbingkampagne“ vor.

Ich weiß nicht ob Sie jemals einen Blick darauf geworfen haben. Doch würde ich Ihnen dazu raten. Denn dieser Bericht zeigt exemplarisch, wie Arbeitgeber vorgehen und zu welchen Mitteln sie greifen um den Kündigungsschutz rechtswidrig zu umgehen.

Mein Fall ist leider kein Einzelfall. Machen Sie sich doch bitte mal die Mühe und recherchieren Sie im Internet. Sie werden erstaunt und zugleich erschrocken sein, wie viele Fälle von psychischer Gewalt am Arbeitsplatz es gibt. Vielleicht fühlen Sie auch Betroffenheit und Sie erkennen, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Jetzt sofort und nicht erst vor der nächsten Wahl.

Ich persönlich werde jedenfalls meine Stimmabgabe zu den nächsten Wahlen am 2. März 2008, davon abhängig machen ob ich einen Arbeitsplatz mit einer gerechten Entlohnung habe oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Hardy R.

P.S. Sie versprachen mir gestern am Ende der Veranstaltung, sich meiner Sache nochmals anzunehmen. Ich hoffe, dass ich nicht wieder vergeblich auf die Antworten zu meinen Fragen warten muss und stattdessen am Ende des Jahres eine nichts sagende Weihnachtskarte von Ihnen erhalte.

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